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Das Rollenspiel >> Das Umland >> Die Strauchberge
(Thema begonnen von: Arglin am 12. Nov. 2008, 07:44 Uhr)

Titel: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 12. Nov. 2008, 07:44 Uhr
<-- Dornheim

Es ist gerade mal eine Stunde her, seit Arglin und Leana Dornheim verlassen haben um in den Strauchbergen nach Edelsteinen zu suchen, da hat Arglin schon eine vielversprechende Route gefunden. Ein kleiner Bach, nicht mehr als ein Kindersprung breit, windet sich durch die Felsen in Richtung Tal.

"Genau nach so etwas musst du ausschau halten, wenn du etwas finden willst. Durch das Wasser werden Mineralien, Metalle und Edelsteine an die Oberfläche gespült oder aus dem Fels heraus gewaschen und dann von der Strömung mitgerissen bis sie irgendwo wegen ihres Gewichts liegen bleiben. Wir werden dem Bach bis zu seiner Quelle folgen. Achte darauf ob du im Wasser etwas siehst was dort deiner Meinung nach nicht hin gehört."

Mit diesen Worten beginnt Arglin damit dem Bachlauf zu folgen. Er geht bewusst langsam, um Leana nicht schon so kurz nach ihrer Genesung wieder soviel abzuverlangen. Die Reise wird auch so schon anstrengend genug.

Während die beiden meist schweigend nebeneinander her gehen und die Augen auf das Wasser gerichtet haben, schweifen Arglins Gedanken ab. Er hat Leana gefragt was für ein Ziel ihre Reise hat, doch er selbst kennt sein Ziel auch nicht. Was ist sein Ziel? Wann ist er angekommen?

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 17. Nov. 2008, 19:24 Uhr
Seit dem Aufbruch in Dornheim sind bereits mehrere Tage vergangen, die Arglin und Leana damit verbracht haben einem Bachlauf zu folgen.
Arglin hatte Leana zu Beginn erklärt, wie sie wertvolle Materialien finden könne. Leana hatte in den ersten Tagen Probleme damit in dem Wasser überhaupt irgendetwas zu finden. Es kam häufig vor, dass sie sich einfach neben den Bach setzte und sich weigerte auch nur noch einen Schritt weiter zu gehen und nach etwas Ausschau zu halten. Nur mit viel guten Zureden von Arglin, entschloss sich Leana überhaupt noch weiter immer bergaufwärts noch einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Auch heute scheint der Tag kein Ende zu nehmen. Leanas Füße schmerzen. Am Abend zuvor hatte sie festgestellt, dass ihre Füße tielweise schon wund gelaufen sind.
Arglin hat heute immerhin schon einige kleinere Steine gefunden. Ich nicht einen einzigen. Nicht mal einen Hauch von einem Stein.
Leana reibt sich über ihre Augen. Langsam beginnt es zu dämmern und Leana verspürt ein leichtes Hungergefühl.
Leana bleibt einen Augenblick stehen und sieht in das dahin fließende Wasser. Arglin geht unterdessen weiter und bemerkt Leanas spontan eingelegte Pause gar nicht.
Wahrscheinlich ist er mal wieder in Gedanken...

Leana kneift ihre Augen zusammen um besser sehen zu können, da sie denkt etwas im Bach gesehen zu haben. Sie tritt näher an den Bach.
Da! Ja wirklich. Dort liegt etwas!
Sie sieht sich um. Arglin geht immer noch weiter. Leana klettert vorsichtig auf die im Bach liegenden Steine und bückt sich nach dem glitzernden Etwas. Als ihre Hände das Wasser berühren glaubt sie jegliches Gefühl in ihnen zu verlieren. Das Wasser ist eisig kalt.
Leana zieht den glitzernden Gegenstand aus dem Wasser. Sie erkennt das es sich um einen Edelstein handelt. Welchen sie genau vor sich hat kann sie nicht sagen. So etwas schönes hat sie noch nie gesehen.
Das muss ich Arglin zeigen.

"Arglin! Schnell komm her. Das musst du dir ansehen." ruft Leana so laut sie kann und hält den Stein in die Höhe.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 20. Nov. 2008, 09:58 Uhr
Noch als Arglin dabei war sich nach Leana umzudrehen bemerkt er, dass etwas nicht stimmt. Er kann nicht genau sagen was ihn stört aber es ist als würden ihn seine inneren Sinne warnen wollen. Doch als er endlich weiß was es ist, ist es bereits zu spät. Hinter der vor Freude strahlenden Leana erscheint wie aus dem nichts ein kräftig gebauter, in Uniform gekleideter Mann.
Gezielt und sehr geübt bewegt er sich auf Arglins Begleiterin zu und noch bevor Arglin sie warnen kann, hat der Unbekannte sie auch schon fest im Griff.

Vom überraschten Aufschrei Leanas angestachelt stürmt Arglin auf die beiden zu. Er hat den Abstand zwischen ihm und Leana zu groß werden lassen und versucht nun die über hundert Schritt von felsigem Gelände im Eiltempo zu überwinden. Nur aufgrund seiner Erfahrung im Wandern gelingt ihm dies ohne zu straucheln oder gar zu fallen. Kurz bevor er die beiden immer noch miteinander ringenden Menschen erreicht, zückt der Unbekannte ein Kurzschwert und richtet es auf Arglin.

"Komm mir nicht zu nahe Faun!" Ruft er mit einem gewissen verabscheuenden Unterton. "Das hier geht dich nichts an. Ich wage zu bezweifeln, dass du überhaupt weist mit wem du hier durch die Berge stolzierst. Also werde ich die Tochter unseres Herrn wieder nach Hause geleiten und diese Begegnung hat nie stattgefunden. Haben wir uns verstanden?"

Der Wind und das Plätschern des Baches verstummen, so laut rauscht das Blut in Arglins Kopf. Natürlich konnte der Bote die falsche Nachricht noch nicht überbracht haben wie ihm aufgetragen war. Sollte Arglin diesen Mann mit Leana entkommen lassen, so wäre das Schicksal des jungen Boten besiegelt, auch wenn dieser nicht wusste, dass er falsche Kunde überbringt.
In diesem Moment fällt sein Blick auf den Stein, welchen Leana während ihres Kampfes verloren hat und der jetzt vor seinen Füßen liegt. Er muss sich zwingen, den Blick von diesem Stein abzuwenden der wohl schon in Kürze ihre Rettung sein wird.

"Wisst ihr was werter Herr? Ihr seht aus wie ein Kerl der etwas im Hirn hat. Lasst uns Handeln." Antwortet Arglin fast schon fröhlich während er den Edelstein aufhebt und mit seiner Hand vorsichtig säubert.

"Seht her. Ihr rackert euch für ein paar Silberlinge im Jahr euer Leben lang ab, während eure Herrschaften vor Luxus nur so frohlocken. Lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen selbst zu etwas Luxus zu kommen. Ihr gebt mir das Mädchen und erhaltet diesen wunderbaren Edelstein hier. Er ist ein kleines Vermögen wert. Sicher genug um euch ein Stück Land, ein Haus und Vieh zu kaufen. Stellt euch vor wie es wäre nicht mehr abhängig von dem Wohlwollen eures Herren zu sein. Hier betrachtet diesen Stein und ich versichere euch, dass wir uns einig werden."

Mit diesen Worten und dem wohl sanftesten Lächeln, dass Arglin aufbringen kann hält er ihm vorsichtig den Stein entgegen. Als dieser den Blick auf den Stein richtet scheint er erst verwirrt über die Wirkung des Steins. Nach und nach lockert sich sein Griff bis ihm schließlich das Schwert aus der Hand gleitet und auch Leana sich ohne große Mühe befreien kann. Plötzlich steht der Unbekannte wie in Trance vor Arglin und Leana.

"Was hast du mit ihm gemacht?" Fragt Leana mit einer Mischung aus Besorgnis und Verwunderung in der Stimme.

"Das ist der Stein. Es ist ein Selkythar. Dieser hat die Fähigkeit denjenigen der ihn zu lange erblickt in Trance zu versetzen." Antwortet Arglin nicht ohne eine gewisse Schadenfreude. "Ein Stein dieser Größe ist wahrlich ein Segen für so manchen Heiler und Schamanen." fügt er hinzu.

Gerade als Arglin Leana fragen will, was sie nun mit ihrem Verfolger tun sollen vernimmt er ein nur zu bekanntes Grollen hinter ihm. Noch bevor Leana überhaupt reagieren kann packt Arglin sie und wirft sich mit ihr hinter einen großen Stein. Sekundenbruchteile später strömt der Bergrutsch aus großen und kleinen Steinen über ihre Zuflucht.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 22. Nov. 2008, 22:39 Uhr
Leana begiff erst nach und nach warum Arglin sie hinter einen großen Stein gezogen hatte.
Während die beiden dort hockten und darauf warteten, dass der Bergrutsch ein Ende nahm, drängten sich die letzten Minuten in Leanas Gedächtnis. Erst jetzt begriff sie, in welcher Gefahr sie sich befunden hatte.
Ich muss demnächst wirklich besser auf meine Umgebung achten. Das hätte ziemlich schief gehen können.

Es dauerte einige Minuten, bis keine Steine mehr herab regneten und um Leana und Arglin wieder Ruhe einkehrte. Vorsichtig wagten sich die beiden aus ihrem Versteck.

"Sieh mal dort drüben." flüstert Leana und deutet dabei auf eine leblose Gestalt in ihrer Nähe. Es war der Kerl, der versucht hat Leana zu entführen. Sein blutüberströmter Körper lag verdreht auf dem Boden, als ob er im Laufen gefallen wäre. Neben ihm lag in einiger Entfernung der glitzernde Stein, gegen den er Leana freigelassen hatte.

Arglin bewegt sich vorsichtig auf den daliegenden Körper zu. Während er sich daran macht den Toten nach brauchbaren Gegenständen abzusuchen, macht Leana kehrt und lief in Richtung des großen Steins, hinter dem sich die beiden kurz zuvor vor dem Bergrutsch geschützt hatten. Sie wollte diesem toten Körper nicht zu nahe kommen und das viele Blut fand sie auch nicht sonderlich anziehend.

War da nicht gerade etwas? Ein Rascheln? Das kann nicht von Arglin gewesen sein.
Leana blickt sich zögernd nach rechts und links um. Nichts zu sehen. Sie geht vorsichtig weiter. Irgendwie fühlt sie sich beobachtet.
Im selben Moment spürt sie etwas Kaltes an ihrem Hals. Gleichzeitig flüstert ihr eine raue Stimme ins Ohr:
"Sei still. Sonst bist du tot."
Leana reagiert nicht.
"Hast du mich verstanden?" fragt der Angreifer nach und drückt Leana den kalten Gegenstand fester an die Kehle. Dann umfasst er mit seiner freien Hand Leanas Hände hinter ihrem Rücken.
Leana erstarrt.
Das kann nicht sein! Der Kerl von vorhin liegt doch mausetot am Boden!
Leana spürt wie ihr Pulsschlag sich erhöht und sie immer schneller zu atmen beginnt. Dann dämmert es ihr.
Der Kerl war nicht alleine! Er hatte einen Zweiten dabei, für den Fall das etwas schief gehen sollte. Ich muss Arglin Bescheid geben. Warum hat er denn nichts mitbekommen?

"Arglin!" schreit Leana so laut sie kann und in diesem Moment bekommt sie zu spüren was für ein Gegenstand an ihren Hals gedrückt wurde. Es war eine Messerklinge, mit der ihr nun der Angreifer einen Schnitt in den Hals verpasst hat. Die Wunde ist nicht sonderlich tief aber Leana spürt, wie ihr warmes Blut über den Hals läuft. Bevor ihr schlecht werden kann, verspürt sie jedoch einen heftigen Schlag auf ihren Kopf. Der Kerl hat innerhalb kürzester Zeit sein Messer weggesteckt und nach einem Stein gegriffen, mit dessen Hilfe er Leana außer Gefecht setzen wollte.
Bevor Leana ohnmächtig wird, bekommt sie noch mit, wie der Angreifer sie über seine Schulter schwingt und mit ihr davon stolpert so schnell er kann.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 22. Nov. 2008, 23:40 Uhr
Als Arglin aufgrund Leana´s Aufschrei alarmiert herumwirbelt, sieht er gerade noch wie ein zweiter uniformierter Angreifer Leana bewusstlos schlägt und sich mit ihr auf der Schulter weiter in die Berge zurückzieht.

"Verdammt nochmal. Wo kommen die denn auf einmal alle her?" murmelt Arglin fluchend während er sich an die Verfolgung der beiden macht.

Trotz seiner Erfahrung mit dem Laufen im Gebirge kommt Arglin nur langsam vorwärts. Aber seinem Gegner geht es genauso. Immerhin hat dieser ja noch Leana zu schleppen, da sie immer noch bewusstlos über seiner Schulter baumelt.

"Bleib stehen du elender Menschenkümmerling." Flucht Arglin laut. "Oder hast du Angst gegen einen Faunen im Zweikampf zu verlieren, weil wir einfach besser sind als ihr Winzlinge?"

Mit diesen Worten hat er sein Ziel erreicht. Der bisher flüchtende Soldat bleibt in seinem Stolz und seiner Ehre verletzt stehen.

Gut so. Nachdem der erste mich so erniedrigend angesprochen hat war fast klar, dass dieser hier ähnlich über Faune denkt.

"Was hast du da gerade gesagt du Bastard?" fauchte der Soldat Arglin wütend an.
"Du hast mich schon verstanden. Ein Mädchen entführen ist ja wohl keine besonders große Glanzleistung für einen ach so großen Krieger. Willst du nicht beweisen wie groß und stark du bist, oh tapferer Mensch?" spottet Arglin mit unverholenem Zorn zurück.

Kaum hat Arglin zuende gesprochen, lässt der Soldat Leana unsanft fallen, zieht sein Kurzschwert und stürmt wütend auf Arglin zu.
Es entbrennt ein heftiger Kampf, zwischen Geröll, lockeren Steinen und scharfkantigen Felsbrocken, in dem Arglin anfangs mit seinem Stab mehr defensiv agiert und versucht möglichst unter dem Hagel aus Schwerthieben nicht zu straucheln.

Ihr Götter was hat dieser Kerl für eine Kraft. Ich fürchte ich habe ihn gehörig unterschätzt. Wenn mir nicht bald etwas einfällt bin ich geliefert.

Doch schon erblickt Arglin wohl seine Rettung. Von seinem Gegner unbemerkt, ist Leana offenbar wieder zu Bewusstsein gekommen und steht nun mit einem großen Felsen über ihrem Kopf erhoben hinter dem Soldaten.
Noch bevor dieser weiß was geschieht schleudert Leana den Felsbrocken mit aller Kraft auf den Kopf des Widersachers, welcher sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden geht.

Nachdem Arglin sich vergewissert hat, dass sein Gegner nicht mehr unter den Lebenden weilt, eilt er zu Leana die zitternd und weinend auf einem Felsen sitzt und offenbar stark benommen in die Ferne starrt.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 23. Nov. 2008, 18:44 Uhr
Was hab ich nur getan? Ich habe einen Menschen auf dem Gewissen. Ich bin eine hinterhältige Mörderin! Wahrscheinlich hatte der Mann Frau und Kinder... schießt es Leana durch den Kopf während sie in sich zusammen gekauert auf einem Felsen sitzt. Tränen laufen ihr über die vom Wind ausgekühlten Wangen. Die Wunde an ihrem Hals brennt und noch immer fließt ein dünner Strom Blut an ihrem Hals herunter.
Der Betäubungsschlag auf den Kopf hat seine Spuren hinterlassen. Leana ist schwindlig und auch ein bisschen schlecht. Ihr unter Weinen bebender Körper ist somit nicht sonderlich förderlich für ihre Kopfverletzung. Durch das Blut am Hinterkopf sind Leanas lange Locken völlig verklebt.
Sie legt ihre Arme um ihre angewinkelten Beine und zieht sie noch fester an ihren Körper. Um sich herum nimmt sie nichts mehr wahr. Nur tausend Gedanken schwirren durch ihren Kopf, der ihr dabei immer mehr weh zu tun scheint.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 23. Nov. 2008, 21:57 Uhr
"Leana? Leana!" Immer wieder ruft Arglin das vor ihm kauernde Mädchen um sie endlich in die Realität zurück zu holen. Doch diese steht so unter Schock, dass sie nicht mal ansatzweise reagiert.
Da Arglin nicht weiß, ob sich noch mehr Verfolger in der Nähe befinden und er schnellstmöglich an einem sicheren Ort die Verletzungen von Leana behandeln möchte, entscheidet er sich für einen drastischen Schritt den er lieber vermieden hätte.

Die schallende Ohrfeige zeigt prompt ihre Wirkung. Völlig verstört blickt Leana ihn an.
"Du kannst den Kerl der mich beinahe umgebracht hätte später bemitleiden. Jetzt müssen wir erstmal hier weg. Verstehst du?"

Nach einem kaum sichtbaren Nicken seitens Leana, nimmt Arglin sie vorsichtig auf die Arme und beginnt hastig mit dem Aufstieg. Er muss eine sichere Stelle finden an der sie nicht gesehen werden, aber sie dennoch alles gut überblicken können.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 24. Nov. 2008, 21:04 Uhr
"Klatsch!"
Leana wird aus ihrer Starre herausgerissen. Arglin hat ihr soeben eine Ohrfeige verpasst, um sie dann von diesem Ort wegzutragen.
Leana lässt alles ungerührt über sich ergehen. Richtig bei sich ist sie immer noch nicht. Am Rande bekommt sie mit, wie Arglin sie den Berg weiter nach oben trägt. Irgendwann fand er eine für die beiden passende, einigermaßen sichere Stelle und legte Leana vorsichtig im feuchten Moos ab.
Leana fühlt inzwischen von ihrem Körper gar nichts mehr. Sie könnte nicht einmal mehr sagen, wie genau sie eigentlich auf dem Boden liegt. Ihr Glieder sind starr und kalt und mit immer noch abwesenden Blick starrt sie in das lichte Blätterdach über sich.
Am Himmel ziehen in der Dämmerung Wolken auf und langsam beginnt es zu nieseln.
Leana dreht ihren Kopf unter Schmerzen auf die Seite und schließt unter großer Anstrengung ihre Augen. Kurz darauf übermannt sie die Erschöpfung und sie schläft ein.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 26. Nov. 2008, 09:52 Uhr
Während Leana schläft säubert Arglin ihre Wunden vorsichtig.
Sie scheinen nicht besonders tief zu sein und Leana wird sich sicherlich bald wieder davon erholt haben.
Arglin wagt es nicht ein Feuer zu entfachen. Damit würden sie nur unnötig auf sich aufmerksam machen. Um Leana nicht auskühlen zu lassen, hüllt er sie deshalb in seine Fellweste.

Im letzten Dämmerlicht des Abends entdeckt Arglin eine kleine Höhle und da es noch immer nieselt wäre dies natürlich ein zu bevorzugender Unterschlupf falls das möglich ist.
Er entschließt sich, nachzusehen und Leana dann erst nachzuholen.

Als er die Höhle erreicht, stellt er fest, dass der Eingang die wahre Größe der Höhle verbirgt. Langsam und vorsichtig erkundet Arglin die Höhle.
Sie ist unmittelbar hinter dem Eingang gute 3 Schritt hoch und sicherlich 8-9 Schritt tief. Ihr verlauf ist vom eingang aus leicht ansteigend. An der höchsten Stelle der Höhle befindet sich offenbar ein Loch, denn der Niesel tröpfelt hier langsam hinein und rinnt als kleines Rinnsal Richtung Ausgang.

Ideal. Hier kann man sogar ein kleines Feuer entfachen ohne, dass man uns sieht.

Mit dieser freudigen Nachricht kehrt Arglin zu Leana zurück. Er entschließt sich jedoch sie nicht zu wecken und trägt die schlafende Leana in die Höhle wo er sie vorsichtig auf eine sandige Stelle am Boden legt.
Bevor das letzte Licht des Tages verschwindet, sammelt Arglin noch schnell Feuerholz und bringt es in ihren neuen Unterschlupf.
Dann schließt er mit einigen kleineren Steinen den Eingang zur Höhle und entzündet letztendlich das Feuer um Leana und sich zu wärmen.

Er stellt sicher, dass das Feuer genug Nährboden hat um die Nacht über zumindest durchgehend zu glimmen. Danach wird auch er von der Müdigkeit übermannt.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 26. Nov. 2008, 22:12 Uhr
Leana erwacht am frühen Morgen. Ihr Kopf tut weh und sie kann sich kaum noch an das erinnern, was am vorherigen Tag geschehen ist.
Sie blickt sich in ihrer Umgebung um.
Wo bin ich hier? Ich kann mich noch an Wald erinnern... Aber das hier ist eine Höhle. Wie komm ich bloß hierher?

Leana setzt sich vorsichtig auf und sieht das auch Arglin sich mit ihr in der Höhle befindet. Neben ihm erkennt Leana im dämmrigen Licht, dass er gestern ein Feuer in der Höhle entzündet haben musste.
Leana blickt an sich herunter und muss unwillkürlich lächeln, als sie bemerkt, dass sie in Arglins Fellweste gehüllt ist. Zudem entdeckt sie, dass Arglin ihre Verletzungen gesäubert haben muss.
Sie blickt wieder zu Arglin. Dieser schläft noch, doch wirklich entspannt sieht sein Schlaf nicht aus. Seine Gesicht ist angespannt.
Wahrscheinlich träumt er. mutmaßt Leana.
Um ihn nicht zu wecken, legt sie sich wieder hin und versucht noch ein bisschen zu schlafen. Doch das will ihr einfach nicht gelingen... Viel zu sehr beschäftigt sie sich damit die Bruchstücke ihrer Erinnerungen wieder in etwas logisches zu vereinen.

Als sie es endlich geschafft hat, wieder klar denken zu können, schmerzt ihr Kopf noch mehr. Kurz darauf wacht Arglin endlich auf. Er erkundigt sich nach Leanas Verfassung und verschwindet kurz nach draußen, um nachzusehen ob sich irgendjemand in ihrer Nähe befindet. Nachdem er zurückkehrt und berichtet, dass sie anscheinend alleine seien, kümmert er sich um das Frühstück.
"Ich denke es ist besser für dich, wenn du dich noch einen Tag schonst bevor wir unsere Reise weiterführen." sagt Arglin nach dem Essen zu Leana. Diese protestiert erst eine Weile, ehe sie einsieht, dass ihre Kopfschmerzen so schnell nicht weggehen werden.

Leana und Arglin halten sich deswegen an diesem Tag entweder in der Höhle oder in der sehr nahen Umgebung auf.
Die Nacht verbringen die beiden im warmen Lichtschein des Feuers in der Höhle.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 29. Nov. 2008, 20:46 Uhr
Als Arglin am Tag darauf erwacht, ist Leana bereits fleissig dabei das Frühstück zuzubereiten. Offensichtlich gibt es eine Mischung aus Trockenfleisch, Früchten und etwas Wasser.
Jedenfalls duftet es köstlich.

"Guten Morgen Leana." begrüßt Arglin sie fröhlich. Er weiß zwar nicht genau warum aber aus irgend einem Grund hat er heute gute Laune. Er fühlt, dass es ein guter Tag wird.

"Guten Morgen. Na hast du gut geschlafen?" Erwidert Leana ebenfalls sichtlich gut gelaunt. "Ich habe eine Frage. Mir ist gestern eingefallen, dass ich mal einen Händler am Hof meines Vaters gesehen habe der seine Güter mit einem Tier transportiert hat, welches man Onager oder auch Steppenesel nennt. Wäre das nicht auch etwas für dich? Ich meine du schleppst dich hier ja fast kaputt wenn du hier mit einem guten Fund den Berg hinauf oder herabkletterst." fährt sie fort und betrachtet ihn fragend.

Hmm... so dumm ist die Idee gar nicht. Und wenn Leana den Erlös des Steins mit mir teilt, dann müssten wohl sogar genug Münzen vorhanden sein.

"Das ist eine gute Idee. Leider habe ich allerdings keine Ahnung von solchen Dingen." Muss Arglin eingestehen. Tatsächlich hat er zwar ein paar mal in früher Kindheit mit ein paar Hirten über ihre Tiere gesprochen aber er könnte nicht zwischen den einzelnen Rassen oder nötigen Merkmalen unterscheiden.

"Keine Angst. Ich hab mich damals erkundigt woran man ein gesundes und kräftiges Tier erkennt. Wenn wir einen Tierhändler finden der uns einen verkauft werde ich dir beratend zur Seite stehen." Erwidert sie schon ausgesprochen fröhlich und schenkt ihm ein breites Lächeln.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 01. Dez. 2008, 19:29 Uhr
Leana ist äußerst zufrieden mit sich. Sie hat Arglin einen kostspieligen Vorschlag gemacht und er ist sogar darauf eingegangen. Leana beschließt nun noch aufmerksamer nach Steinen und anderen wertvollen Materialien Ausschau zu halten. Wenn die beiden genügend gesammelt haben können sie sich in das nächste Dorf oder die nächste Stadt begeben und ihre Errungenschaften verkaufen. Von diesem Geld lässt sich dann auch ein Transporttier kaufen und dann sollten die Wanderungen wesentlich angenehmer werden.
Und vielleicht kann ich dann auch mal auf dem Tier reiten und muss nicht mehr ständig nur laufen... denkt sich Leana voller Vorfreude.

Nach dem ausgiebigem von Leana zubereitetem Frühstück brechen die beiden ihr Lager ab und setzen ihre Reise ins Ungewisse fort.
Als Arglin und Leana vor die Höhle treten, ist es wesentlich kälter als in den letzten Tagen und erste kleine Schneeflocken fallen vom Himmel.
Leana schüttelt sich. "Brrr. Ist das kalt hier draußen." klagt sie und zieht ihre Arme fest um ihren Körper.
Arglin sieht nach oben gen Himmel. "Ja. Wie es aussieht wird es langsam Winter werden. Aber so nass wie der Boden zur Zeit ist, wird der Schnee wohl nicht lange liegen bleiben."
Die beiden gehen in Richtung des Baches, dessen Lauf sie gefolgt sind, bis versucht wurde Leana zu entführen.
Die Reise gestaltet sich als schwierig, da überall auf dem Boden nasse, glitschige Blätter liegen, die besonders der zierlichen Leana Probleme beim Gehen bereiten.
Doch so ungemütlich es auch sein mag: Leana und Arglin scheinen heute das Glück auf ihrer Seite zu haben. Sie finden an diesem Tag einige Edelsteine, die sie zu gutem Geld verkaufen können.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Arglin am 05. Dez. 2008, 20:43 Uhr
Als Arglin am Abend mit Leana im Schein des Feuers sitzt, beschließt er ihr seine Pläne für die Zukunft mitzuteilen und sich mit ihr zu beratschlagen. Sie hat sich seit ihrem ersten Zusammentreffen stark verändert und sich nach und nach seinen Respekt erarbeitet. Somit hat sie nun in seinen Augen auch das Recht bei der Planung mitzubestimmen.

"Wir befinden uns bald an der Grenze zum Dunkelwald. Einige Tagesreisen von hier entfernt gibt es eine Stadt in der wir unsere Vorräte aufstocken können und uns eventuell eines dieser Tiere besorgen können wie du es vorgeschlagen hast." Beginnt er erklärend.
"Allerdings weiß ich nicht wie lange das Wetter noch so bleibt, denn bei Schneefall ist es sehr gefährlich den Abstieg Richtung Dunkelwald zu wagen. Die sichere Alternative wäre Dornheim aber wir wären gezwungen den Winter über entweder dort zu verbringen oder die Strauchberge zu meiden und uns ein anderes Gebiet zu suchen. Was denkst du was wir tun sollten? Du hast dich gut entwickelt und einen Großteil unseres Einkommens gefunden. Also scheinst du auch eine Spürnase zu haben nach der wir uns richten können." endet Arglin lächelnd.

Grübeln sieht Leana ihn an. Offenbar ist sie etwas erstaunt über sein Vertrauen in sie.

Titel: Re: Die Strauchberge
Beitrag von Leana am 07. Dez. 2008, 21:25 Uhr
Leana fühlt sich etwas überrumpelt, als Arglin sie nach ihrer Meinung zu der gemeinsamen Weiterreise fragt. Arglin scheint ihre Überraschung bemerkt zu haben.
Leana setzt sich auf einen großen kalten Stein und stützt ihre Ellenbogen auf die Knie. Ihren Kopf legt sie zwischen die Hände. Während sie so dasitzt beobachtet Arglin sie neugierig. Anscheinend weiß er, dass Leana einige Minuten braucht um eine Entscheidung zu treffen, denn er drängt sie nicht und wird auch nicht unruhig.

"Ich denke wir sollten es wagen in den Dunkelwald zu gehen. Hoffen wir einfach, dass das Wetter sich nicht zu sehr verschlechtert. Was sollen wir in Dornheim? Dort gibt es nichts was für uns interessant sein könnte. Und dort ganze Wochen zu verbringen kann ich mir nicht vorstellen."
Leana musste innerlich über sich selbst lächeln. Noch vor ein paar Wochen hätte sie einiges dafür gegeben in einer Stadt sein zu dürfen...
"Nach einer neuen Route suchen... Ich weiß nicht. Wer weiß wo uns dann der Weg hinführt. Ich denke wir machen wirklich nichts falsch wenn ihr in Richtung des Dunkelwalds weitergehen. Dann besorgen wir uns in der Stadt Vorräte, kaufen uns ein brauchbares Transporttier und setzen unsere Reise fort."
Damit schloss Leana, stand auf und sah Arglin neugierig an.
Was er wohl darüber denkt?
Arglin sah sie mit sanften Augen an, nickte und meinte:
"Ich denke du hast Recht. Lass uns also weitergehen, damit wir keine Zeit verschwenden. Ich will es noch möglichst weit schaffen, bevor uns der tiefe Winter einholt."

Die beiden setzten ihren Weg fort und kamen wirklich sehr bald an die Grenze des Dunkelwalds. Arglin blieb stehen und murmelte vor sich hin: "Da wären wir also."
"Irgendwie sieht das alles ziemlich gruselig aus." meint Leana, die vorsichtshalber einige Schritte hinter Arglin stehen geblieben war.
"Ich meine... die Bäume. Sie sind so riesig. Und alles ist so dicht bewachsen wie es aussieht. Irgendwie riecht es hier auch anders als sonst." Leana blickt sich zögerlich um und in ihr schleicht sich die Angst ihre Kehle hoch. Irgendwie hat sie ein ganz schlechtes Gefühl in der Magengegend, wenn sie daran denkt diesen Wald betreten zu müssen...


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